• Berichte

    Die Abgeordneten der Mitgliedkirchen des SEK haben am 8. November den Rat für die nächsten vier Jahre gewählt. In einer Feier für die abtretenden Ratsmitglieder verdankten prominente Gäste, unter ihnen Wolfgang Huber, das Wirken von Ratspräsident Thomas Wipf in der Schweiz und Europa.

    Sechs Reformierte aus allen Landesteilen stehen am 8. November zur Wahl in den Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK). Das LKF fragte sie im Vorfeld nach ihren Absichten und Prioritäten.

    Was sind zeitgemässe Gottesdienste? Mit der St. Galler Kirche erörterte das LKF am 30. Oktober 2010, was bei der Erneuerung des Gottesdienstes zu beachten ist. Sie gelingt nicht ohne Besinnung auf das Wesen der Kirche. Denn Gottesdienste werden als ihr Kerngeschäft wahrgenommen. Laut LKF-Präsident Alfred Aeppli geht es darum, «„Inhalte des christlichen Glaubens in zeitgemässer Form, verständlicher Sprache und ansprechenden Bildern so zu aktualisieren, dass in der innovativen Gestaltung die traditionellen Wurzeln spürbar sind».“ Werden Gottesdienste von Teams sorgfältig und liturgisch stimmig gestaltet, sprechen sie auch kirchenferne Menschen an. Im Kanton St. Gallen profitieren reformierte Kirchgemeinden, die neue Gottesdienste wagen, von einem «allgemein innovativen, ermutigenden Klima»“. Laut Kirchenratspräsident Dölf Weder hat man «keine Angst vor Vielfalt und vielfältigen theologischen Positionen».“ Die St. Galler Landeskirche fördert neue Projekte mit Arbeitsstellen.

    Die Schweizer Reformierten sind seit bald 150 Jahren keinem Bekenntnis verpflichtet. Braucht es fürs 21. Jahrhundert wieder Texte? Und wie kann das reformierte Bekennen gefördert werden? An einem Studientag der Thurgauer Kirche, die die Frage bewegt, sprachen sich Gottfried Locher und Ralph Kunz für das gemeinschaftliche Bekennen des Glaubens aus.

    Die Zusammenarbeit mit Nachbarn ist kein Allheilmittel für Kirchgemeinden und nicht schmerzlos, doch öffnet sie erfreuliche Perspektiven. Acht Kurzberichte und zwei Inputs einer Impulstagung am 28. Oktober 2010 in Zürich zeigten Licht und Schattenseiten auf.

    Kirche ist für alle, doch sie könnte gastlicher werden. Für wen? Die Positive Fraktion der Berner Kirchensynode befasste sich am 11. September an einer öffentlichen Tagung in Bern mit dem, was Alte und Junge zusammenbringt.

    Im St. Galler Netzwerk Junge Erwachsene arbeiten Reformierte regional und kantonal zusammen. Events und Aktionen, Feiern und Retraiten machen Kirche erlebbar, verbinden und stärken den Glauben. Die Kantonalkirche unterstützt das Netzwerk mit einer Arbeitsstelle. Kirchenratspräsident Dölf Weder: «Wir wollen junge Erwachsene begleiten.»

    Die Schweiz bietet ihren Einwohnern, was kaum ein Land kann. Dabei stellen die einen in Frage, was das Christentum und seine Gläubigen zur Erfolgsgeschichte beigetragen haben. Andere fragen, wie sie weitergehen kann, wenn säkulare Gesellschaft und Staat sich von christlichen Grundlagen distanzieren.

    Mit gutem Beispiel vorangehen und so Solidarität in der gesamten Gesellschaft fördern: Sieben Kirchen in Wetzikon im Zürcher Oberland haben an einem Bettagsfest einen sozialen Akzent gesetzt. Ihr Bettagsmandat führt gesellschaftliche Probleme auf geistliche Ursachen zurück. Dem Fest ging ein Putzeinsatz im öffentlichen Raum voran.

    Die alten Gestalten urbaner Kirche sind vergangen, doch auch in der Stadt suchen Menschen, was sich dem Zugriff entzieht. Wie kann Kirche im säkularen Umfeld Strahlkraft gewinnen? Das Zentrum für Kirchenentwicklung ZKE an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich startete am 28. August mit der Fachtagung «Urbanität und Religiosität».

    Seiten