Berichte

Den reformierten Kirchen wächst von Jesus Christus Zukunft zu durch Hören auf sein Reden und geistgewirkte Erneuerung. Umkehr tut Not. Reformierte in der Romandie empfinden dies besonders stark angesichts der Entwicklung ihrer Kirchen. Am 14. April hat das «Rassemblement pour un renouveau réformé» R3 sein Manifest vorgestellt und die erste Mitgliederversammlung abgehalten.

Im Zürcher Oberland soll am Bettag 2018 im Rahmen des Reformationsjubiläums ein Kirchentag stattfinden. Am 16. März fand in Hinwil ein Impulsmorgen für Vertreter aller Gemeinden der Region statt. Der Kirchenhistoriker Peter Opitz stellte Zwingli als Verkündiger und Reformator der Gemeinschaft vor, der Zürich den Weg in die Moderne wies.

Was wir anstreben, Gedeihen und Glück, erwächst aus Wahrheit. Sie zu ergründen, ihr auf der Spur zu bleiben, gehört zu den edelsten Ambitionen des Menschen. Wie lässt sich heute Wahrheit denken als Begriff, der nicht bloss überprüfbare Aussagen meint? An einem Workshop an der Uni Zürich skizzierte der nordamerikanische Religionsphilosoph Lambert Zuidervaart einen umfassenden, lebensdienlichen Wahrheitsbegriff.

Wie haben die Reformierten seit ihren Anfängen Gottesdienst gefeiert? Wo stehen sie heute? Die Geschichte reformierter Liturgie in der Deutschschweiz durchleuchtete der Theologe Luca Baschera an einem Vortrag in Bern. Er rief zur Reform auf -– damit Gott in der Versammlung von Menschen Raum gegeben werde.

Im Abendmahl ist Christus in der Gemeinde anwesend. Die Tagung des LKF am 5. März 2016 in Basel gab Impulse zur Verankerung der Feier im Alltag der Kirchgemeinde. Regelmässige Praxis und tieferes Verständnis des Abendmahls bedingen sich gegenseitig. Die Freude am Tisch des Herrn stärkt und verbindet.
Die Tagung schlug den Bogen von Jesu Worten zum Abendmahl als Gabe für die Gemeinde, zum Geheimnis für postmoderne Menschen. Jesus hat uns das Abendmahl aufgetragen, weil wir in seiner Feier Gott erkennen, sagte Silvianne Bürki. Ralph Kunz tischte «Brocken zur Vermehrung des Abendmahlshungers» auf.

Sind Überraschungen zu erwarten, wenn ein Dutzend Theologen zum Apostolikum sprechen? An der Universität Bern läuft im Frühlingssemester eine Ringvorlesung zum bekanntesten Glaubensbekenntnis der westlichen Christenheit.

Der in Ostafrika aufgewachsene Mennonit Dr. David W. Shenk findet den Zugang zu Muslimen, indem er ihnen respektvoll begegnet. Im Dialog gelingt es ihm, den Kern des Evangeliums zu vermitteln, ohne Abstriche zu machen. Einem Imam legte er nahe, Allah, über alles erhaben, könnte ihn überraschen. Im November 2015 sprach der Fachmann des interreligiösen Gesprächs in der Schweiz.

Hat Gott wirklich alles in der Hand? Warum ist so viel Leiden? Wenn Gott an der Notbremse sitzt, warum betätigt er sie nicht öfter? Diese existentiellen Grundfragen nahmen Wolfang und Ulrike Bittner am Studientag der Fritz Blanke Gesellschaft im Nidelbad Rüschlikon am 23. Januar 2016 auf. Die Referenten machten deutlich, dass die Theodizee-Frage nicht bloss intellektuell beantwortet werden kann.

Wer zu deuten beansprucht, wie sich der Unglauben verbreitet hat, will auch dem Glauben Vorschriften machen. Eine Fachtagung an der Universität Zürich griff Anfang Dezember die Debatte um Säkularisierung und Moderne auf. Hier sind zwei Beiträge zusammengefasst: Peter Opitz mahnte, die Reformatoren nicht einfach zu Wegbereitern der Moderne umzubiegen. Hartmut von Sass hinterfragte den Begriff «Säkularisierung».

Leitungs- und Zukunftsfragen, das Singen in der Gemeinde, Fusionsimpulse, Entflechtung von Kirche und Staat, Flüchtlingsfragen, Medienarbeit, Pfarrerausbildung: Hier sind in einem knappen, ganz unvollständigen Rückblick Kurzberichte zum Geschehen im Kirchenbund SEK und einzelnen Landeskirchen zusammengestellt. Darunter Streiflichter auf weitere Ereignisse und Entwicklungen.

Seiten