Berichte

Christus ist Gott und Mensch. Gott ist dreieinig: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die zwei Kernstücke des christlichen Glaubens sind neu zu buchstabieren. An einem Studientag mit Wolfgang Bittner wurde das Hören auf die Bibel geübt, das Paradoxa stehen lässt.

Das Kirchenjahr birgt mehr, als Reformierten bewusst ist. Die laufende Ringvorlesung an der Uni Bern lädt zu Entdeckungen ein. Theologen verschiedener Konfessionen stellen teils überraschende Bezüge her: zwischen dem Glauben der Einzelnen und dem Feiern der Kirche, zwischen Jetzt und Einst, östlicher Tradition und westlicher Modernität, Gottesbildern und Kultur, Chronos und Kairos, Vergänglichkeit und Vollendung.

Gebet ist ein Schatz, in der Gemeinde zu heben zu gemeinsamer Freude und grösserer Kraft. An der LKF-Tagung in Aarau am 21. März 2015 kam die immense Spannweite des Gebets zum Ausdruck: Es ist spontan oder sorgfältig gestaltet, intimes Zwiegespräch mit Gott – und Eintauchen in die weltumspannende Gemeinschaft.
Gebet schliesst der Gemeinde Neues auf, in der Diakonie wie in geistlicher Leitung. Am Nachmittag wurde auch die politische Dimension des Gebets deutlich.

Gott arbeitet nicht nach Konzepten, er schreibt Geschichten. Wer sich von den vielen biblischen Beispielen anstecken lässt, wird in ganz normalen kirchlichen Umgebungen Anfänge zu einem neuen Kapitel der grossen Geschichte Gottes mit den Menschen entdecken. Und Teil nehmen, Teil geben, Teil werden davon.

Volkskirche lebt auf mit kreativer Mission. Pfr. Hans-Hermann Pompe vom EKD-Zentrum für Mission in der Region plädiert dafür, dass Ortsgemeinden sich gegenseitig ergänzen. Die Zeit der Allmachtsphantasien und Vollständigkeits-Ansprüche sei vorbei. Wir haben nachgefragt.

Im Vertrauen auf Jesus Christus, den Auferstandenen, hat das Sterben eine andere Dimension. Befreiung, Frieden und Freude liegen drin. Die Aargauer Pfarrerin Karin Tschanz plädiert aus reicher Erfahrung für sorgfältige und respektvolle Seelsorge im Rahmen der Palliative Care.

Glück, Wohlbefinden, Erfüllung, Heilung: Wir verbinden viel mit dem Wort Heil. Was ist Heil in biblischer Perspektive? Ist es vor allem die durch Christus gewirkte Vollendung dessen, was Gott im Paradies anfing -– oder die Wiederherstellung dessen, was im Sündenfall zerbrach, vor allem Überwindung der Sünde? Eine Tagung suchte Klärungen.

Das wärmste Jahr geht zu Ende. In Häusern und Hallen könnte es sich angesichts der Trends in der Ich-Gesellschaft anders verhalten. Der Umbruch der Werte mit Folgen in zentralen Lebensbereichen ist nicht zu übersehen. Die reformierten Kirchen beschäftigen sich derweil intensiv mit sich selbst.

Die gesellschaftlichen Veränderungen und die innere Schwäche der Reformierten fordern ein Nachdenken über evangelische Kirche, ihr Wesen und ihren Auftrag in der Spätmoderne. Die Besinnung auf Kernfragen gelingt eher und trägt weiter, wenn verschiedene Sichtweisen einbezogen werden. Dazu helfen sieben Bücher.

Gut leben und zum nachhaltigen Wohl der Gemeinschaft beitragen: wie gelingt das? Wolfgang Huber, bis 2009 Ratsvorsitzender der EKD und selbst Ethiker, hat in einem Vortrag in Zürich die Bedeutung der theologischen Ethik dargestellt und ihre Beiträge in säkularen Horizonten skizziert.

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