Berichte

Die reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn wollen sich auf Wesentliches besinnen, das ihnen Zukunft eröffnet. Der Visionsprozess «„Kirche 21“» beginnt damit, dass die Kirche Fragen sammelt. Sie lädt alle ein, im Internet Fragen einzugeben. Pfarrer, Angestellte und Kirchgemeindepräsidenten werden derzeit in elf regionalen Konferenzen zusammengerufen.

Gott sucht Menschen, die vor ihm «in die Bresche springen für das Land». Am Nationalfeiertag haben sich einige tausend Christen in Bern zum Gebet für ihr Land versammelt. Die Gebetszeiten verbanden Dank und Fürbitte. Verantwortliche in Politik und anderen Lebensbereichen wurden gesegnet und die heilsgeschichtliche Verbindung mit Israel unterstrichen.

Was Gemeinden anpacken und was Kirchenleitungen tun, muss zusammengehen. Kirchenleitungen sollen sich mehr als Ermöglicher und Ermutiger verstehen. Der führende deutsche Gemeindeforscher Prof. Michael Herbst schliesst sich Rowan Williams' Motto von der mixed economy an.

Die säkulare Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass Christen ihre Vision gelingenden Lebens öffentlich kundtun und leben. Für ein kantiges, bekennendes Engagement hat der Yale-Professor Miroslav Volf an der Uni Fribourg plädiert.

Kirche ist mehr: Mit einer gemeinsamen Zeitung haben die drei Berner Landeskirchen ihre Bedeutung für den Staat, für Gesellschaft und Kultur hervorgehoben, wenige Wochen vor der Grossratsdebatte zur Entflechtung des Verhältnisses Staat-Landeskirchen.

 

Die Berner Kantonsregierung will den Landeskirchen mehr Freiheit geben und sich Sparmöglichkeiten eröffnen. Pfarrerinnen und Pfarrer sollen von den Kirchen angestellt und bezahlt werden. Die Regierung hat von Experten darstellen lassen, wie das Verhältnis des Kantons Bern zu den Kirchen sich historisch entwickelte und heute darstellt.

Christus ist Gott und Mensch. Gott ist dreieinig: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die zwei Kernstücke des christlichen Glaubens sind neu zu buchstabieren. An einem Studientag mit Wolfgang Bittner wurde das Hören auf die Bibel geübt, das Paradoxa stehen lässt.

Das Kirchenjahr birgt mehr, als Reformierten bewusst ist. Die laufende Ringvorlesung an der Uni Bern lädt zu Entdeckungen ein. Theologen verschiedener Konfessionen stellen teils überraschende Bezüge her: zwischen dem Glauben der Einzelnen und dem Feiern der Kirche, zwischen Jetzt und Einst, östlicher Tradition und westlicher Modernität, Gottesbildern und Kultur, Chronos und Kairos, Vergänglichkeit und Vollendung.

Gebet ist ein Schatz, in der Gemeinde zu heben zu gemeinsamer Freude und grösserer Kraft. An der LKF-Tagung in Aarau am 21. März 2015 kam die immense Spannweite des Gebets zum Ausdruck: Es ist spontan oder sorgfältig gestaltet, intimes Zwiegespräch mit Gott – und Eintauchen in die weltumspannende Gemeinschaft.
Gebet schliesst der Gemeinde Neues auf, in der Diakonie wie in geistlicher Leitung. Am Nachmittag wurde auch die politische Dimension des Gebets deutlich.

Gott arbeitet nicht nach Konzepten, er schreibt Geschichten. Wer sich von den vielen biblischen Beispielen anstecken lässt, wird in ganz normalen kirchlichen Umgebungen Anfänge zu einem neuen Kapitel der grossen Geschichte Gottes mit den Menschen entdecken. Und Teil nehmen, Teil geben, Teil werden davon.

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