Berichte

Die Zäune und Barrieren zwischen Landes- und Freikirchen sind nicht der Wille des Herrn, der eine Kirche stiftete. „Durch Jesus Christus, mit dem Evangelium, führt Gott Menschen, die durch alle möglichen Trennungen zersplittert sind, zur Einheit zusammen“, betonte Matthias Zeindler von der Berner Landeskirche vor Reformierten und Freikirchlern an der Tagung am 20. Juni 2014.
Vielfalt ist zu begrüssen, weil der Heilige Geist vielfältig wirkt und unterschiedliche Charismen schenkt. Laut Kurt Kammermann leisten sich Evangelische den Luxus, über Temperamente, Gemeindekulturen und Stilfragen zu streiten, wo es darauf ankäme, „den Ball zu spielen“. Es gelte, von Jesus zu lernen und Freunde zu werden.

Die Arbeiten für eine neue Verfassung des Kirchenbundes bergen viel Konfliktpotenzial, da das Selbstverständnis der Kirchen im Spiel ist. Am Dienstag, 17. Juni 2014, suchten die Abgeordneten der SEK-Mitgliedkirchen an ihrer Sommerversammlung in Schuls Differenzen auszuräumen.

Findet die Kirche im Umbruch einen neuen Zugang zur Feier ihres Sakraments der Gemeinschaft? Eine Vorlesung an der Universität Zürich geht in diesen Wochen neue Wege: Die Teilnehmenden feiern zuerst Abendmahl, bevor sie sich mit den Entwicklungen und Akzentsetzungen in der Geschichte befassen.

Die Bildungsdirektoren haben nach der Konsultation zum Lehrplan 21 eine „"gründliche Überarbeitung“" des Entwurfs angeordnet, behalten aber die Ziele und die Struktur bei. Weltanschauliche und religiöse Fragen gehören zu den umstrittensten.

Vergebung ermöglicht Versöhnung und so werden Beziehungen wiederhergestellt. Was kann die Beichte dazu beitragen? Dazu führten die Fokolar-Bewegung und das Landeskirchen-Forum am 15. März 2014 in Frauenfeld gemeinsam eine Tagung durch. Ausgehend von den ersten Christen legte Eva-Maria Faber das Werden des «Sakraments der Versöhnung»“ dar.
Sr. Doris Kellerhals schilderte das Befreiende der Vergebung, die empfangen, gewährt und weitergegeben wird. Und verwies auf Martin Luther: «„Frei, willig und gern soll man beichten.» Die Tagung bot Seelsorge an. Die Workshops brachten Versöhnungserfahrungen und -feiern zur Sprache.

Kirchgemeinden und Freikirchen können sich aufeinander zu bewegen. Dabei kommt es auf persönliche Beziehungen an, betonen der Thurgauer Kirchenratspräsident Wilfried Bührer und Chrischona-Direktor René Winkler. Da und dort werden die Chancen zur Zusammenarbeit genutzt.

In der Kirche erwartet man Harmonie – und dann schlagen Konflikte auf die Stimmung. Ein Neuanfang ist möglich, wenn daraufhin gearbeitet wird. Was es zur Lösung braucht, weiss der Pfarrer, Gemeindebauspezialist und Berater Karl Flückiger aus eigener Erfahrung.

Mit dem Glauben an die Auferstehung Jesu standen die ersten Christen ganz quer zum Strom ihrer Kultur. Dass sie mit ihrer Überzeugung erfolgreich waren und die Gesellschaft transformierten, ist höchst erstaunlich. Der britische Neutestamentler N.T. Wright legt starke Argumente für die Glaubwürdigkeit der neutestamentlichen Berichte vor.

Er herrschte von der Nordsee bis zur Adria. Auch die dünnbesiedelten Gebiete zwischen Bodensee und Genfersee gehörten zum Reich Karls des Grossen. Dem Frankenkönig, der im Januar 814 starb, ging es so sehr um die Festigung seiner Herrschaft wie um den kulturellen und religiösen Aufbau.

Wie gehen die reformierten Kirchen miteinander weiter? Der Rat des Kirchenbundes SEK kam mit seinem Entwurf für eine neue Verfassung vielerorts nicht gut an. An manchen Herbst-Synoden der Kantonalkirchen war der Spardruck zu spüren.

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