Berichte

Im Gemeinschaftshaus Moosrain in Riehen bei Basel bieten Christen seit 2012 Zimmer und Wohnungen an. Sie stehen auch Menschen offen, die Begleitung und Stützung brauchen. In den Wohngemeinschaften geniessen sie ein zuträgliches Mass an Freiheit.

Ein «Mysterienspiel» wird im Zürcher Grossmünster geboten, das einen neuen Blick auf Zwingli verspricht. Der Autor Christoph Sigrist stellt ihm seine Frau Anna Reinhart zur Seite. In ihren Traumbildern – von Zwinglis Ende her – wird der Umbruch der 1520er Jahre vergegenwärtigt.

Der Dynamik der Reformation 500 Jahre nach ihren Anfängen nachspüren da wo alles begann: In der Lutherstadt Wittenberg ist während 16 Wochen die Weltausstellung Reformation zu sehen. Kirchen, Organisationen, Initiativen und Kulturschaffende präsentieren ihre Sicht auf die Reformation. Ein Bildbericht.

Zum Reformationsjubiläum thematisiert die Schweizerische Evangelische Evangelische Allianz das Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche und zu Katholiken vor Ort. In einem Papier empfiehlt der Dachverband den Sektionen, «auf lokaler Ebene das Miteinander aller christlichen Kirchen zu suchen und Beziehungen zu pflegen». Im Vatikan hat sich unter Papst Franziskus manches geändert.

Er vermittelte im Streit und gab den Eidgenossen Bleibendes mit auf den Weg. Doch kaum eine Gestalt ist im Lauf der Jahrhunderte so unterschiedlich betrachtet worden wie Niklaus von Flüe. Pfr. Fritz Gloor hat den reformierten Blick auf ihn untersucht.

An einem «nationalen ökumenischen Gedenk- und Feiertag» am 1. April in Zug haben Leiter der Reformierten und der Katholischen Kirchen ihren Willen bekräftigt, im Zeichen von Bruder Klaus und der Reformation «gemeinsam zur Mitte» zu streben. Am stärksten kam der Wunsch nach ungetrennter christlicher Gemeinschaft im Gottesdienst zum Ausdruck.

Was bleibt den Kirchen im Gedenken an Niklaus von Flüe und die Reformatoren, als Christus den Herrn um sein Erbarmen zu bitten? Der Gottesdienst, den Reformierte und Katholiken am 1. April am nationalen Gedenk- und Feiertag in Zug gestalteten, gipfelte im Schuldbekenntnis. «Gemeinsam zur Mitte» suchen die Landeskirchen den Weg.

Das Evangelium von der Befreiung durch Jesus Christus ist 500 Jahre nach der Reformation immer noch fremd und sperrig. «Dieses Fremde zu sagen, macht Kirche relevant», sagte Michael Herbst am Kongress DYNAMISSIO in Berlin. Der Kongress fokussierte auf die Grundlage, Gemeinschaftsdimension und Sendung der Kirche.

Für den US-Theologen Kevin Vanhoozer ist die Geschichte der Taten Gottes ein echtes Drama. Das Ur-Skript des Dramas ist die Bibel. Hauptakteur ist Gott selbst, aber er will die Christen und die Kirche als Co-Akteure haben. Sie leben dieses Drama der Erlösung auf der Bühne dieser Welt und führen es auf. Mit Vorträgen in in Fribourg machte Vanhoozer eben dazu Mut.

In St-Légier in der Waadt startet im Herbst eine neue Ausbildungsstätte auf Fachhochschul-Niveau. Die Haute Ecole de Théologie HET-PRO stösst auf grosses Interesse. Die Kirchenleitung der reformierten Landeskirche der Waadt mauert, obwohl die Angebote an der Fakultät der Universität Lausanne von Pfarramtskandidaten kaum mehr belegt werden.

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