Berichte

Kreativität, Vertrauen, Charismen, Neuaufbau: leuchtende Stichworte stehen neben drastischen Problemanzeigen aus Deutschlands Osten. Als Dessert bietet der Band mit den Beiträgen einer Tagung des EKD-Zentrums für Mission in der Region den höchst erstaunlichen Turnaround der Anglikaner in London.

Religiösen Wahrheitsansprüchen wird angelastet, sie seien unzeitgemäss, polarisierend, Intoleranz und Gewalt verursachend. Doch was ist gewonnen, wenn Christen ihren Wahrheitsanspruch aufgeben? An den VBG-Studientagen «begründet glauben» in Männedorf nahm der Theologe Christian Hofreiter Atheismus und Relativismus unter die Lupe.

Das Pfarramt steht zwischen dem Auftrag, dem göttlichen Wort zu dienen, und den Erwartungen von Menschen und der Öffentlichkeit. Hat der Beruf sich mit der Zeit zu wandeln? «Perspektiven für das Pfarramt» heisst ein Buch zum neuen Anforderungsprofil der Deutschschweizer Reformierten. Die Zeitschrift idea Spektrum hat diese Perspektiven mehrfach erörtert.

Im Jahr 1417 wurde Niklaus von Flüe geboren. Das Gedenken an den Heiligen, die Gottessuche in seiner Spur führt Christen aus den Kirchen zusammen. In Wetzikon im Zürcher Oberland schilderte der Winterthurer Pfarrer Geri Keller am 20. September, wie Bruder Klaus uns Heutige bewegen kann.

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät hat am 20. September von Gottfried Locher, Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, das Label «Reformationsstadt» entgegengenommen. Dabei wurde die Bedeutung des Berner Entscheids für die Reformation 1528 für die Ausbreitung der Bewegung hervorgehoben. In Stadt und Landschaft werden ab Oktober zahlreiche Veranstaltungen stattfinden.

Protestanten und Katholiken in Deutschland sollen das Reformationsjubiläum 2017 auch ökumenisch als «Christusfest» begehen. Die Vorsitzenden von EKD und Bischofskonferenz haben dazu ein Gemeinsames Wort veröffentlicht. Sie heben Versöhnung als geistliches Geschehen hervor. Papst Franziskus reist Ende Oktober nach Schweden.

Die Berner Landeskirchen werden ihre Pfarrpersonen selbst anstellen; der Kanton wird weiter für ihre Entlöhnung sorgen. Am 16. September hat Regierungsrat Christoph Neuhaus den Entwurf des neuen Landeskirchengesetzes vorgestellt. Es zielt auf eine Fortführung der Partnerschaft bei grösserer Eigenständigkeit der Kirchen.

Wie das Feuer nur im Brennen Feuer ist, ist die Kirche nur durch Mission Kirche. Eine Tagung zum 50. Todestag des grossen, weithin vergessenen Theologen Emil Brunner liess ahnen, was von ihm für heute gelernt werden kann: für die differenzierte Bewertung kultureller Trends, für den Umgang mit Natur und Naturwissenschaften, für die Apologetik.

Freiwillige, ermutigt und freigesetzt, lassen Kirchgemeinden Flügel wachsen. Geistliche Einstellungen, ein sorgfältiges Miteinander und Ermächtigung durch Leitende tragen zur Dynamik bei. An der Tagung des Landeskirchen-Forums LKF in Wil SG am 3. September 2016 schilderten Reformierte aus Bischofszell, Basel-Gellert und Horw, wie sie Freiwillige fördern und was sie dafür einsetzen.
Der Theologe Klaus Douglass plädierte, auf die Gaben und Neigungen Einzelner einzugehen und Gemeinde von ihnen her zu entwickeln. 500 Jahre nach der Reformation gelte es das allgemeine Priestertum zu verwirklichen.

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn versuchen Selbstbezogenheit, Verkrustungen und Verhärtungen mit dem Prozess «Vision Kirche 21» zu überwinden. Die Synodalen der grössten reformierten Kirche des Landes haben an einer Gesprächssynode am 17. August in Bern Grundfragen des Kirche-Seins erörtert.

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