Berichte

Aus dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund SEK soll die Evangelische Kirche Schweiz EKS werden. Der Rat des Kirchenbundes hat seinen Entwurf für die neue Verfassung vorgelegt. Eine nationale Synode wird vorgeschlagen. Zudem soll die Konferenz der kantonalen Kirchenpräsidien künftig als Organ des Rats Aktivitäten koordinieren.

Von den Theologen des 20. Jahrhunderts wirkt Dietrich Bonhoeffer als Denker und christlicher Widerstandskämpfer besonders anregend – weit über Europa hinaus. Der 12. Internationale Bonhoeffer-Kongress brachte 230 Theolog/innen aus allen Himmelsrichtungen in Basel zusammen. Im Austausch unter älteren und jüngeren Nachdenkern des deutschen Märtyrers kamen Unterschiede zwischen dem Westen und anderen Weltteilen in den Blick.

«Europa muss lernen zu teilen!» erklärte Gerhard Pross am Kongress des Netzwerks «Miteinander für Europa» Ende Juni 2016 in München. Nach Versöhnung unter den christlichen Gemeinschaften werde von ihnen «Verschiedenheit als Bereicherung erlebt». Dies befähige die Gemeinschaften, den Fliehkräften in Europa ein neues Miteinander entgegenzusetzen.

Die Abgeordnetenversammlung des Kirchenbundes vom 19.-21. Juni in der Kartause Ittingen stand im Zeichen des nahenden Reformationsjubiläums. Zu seiner Vorbereitung legte Ratspräsident Gottfried Locher die reformatorische Formel «Solus Christus» (Christus allein) aus. Er betonte, dass die Kirche über Christus nicht verfügt – und dass seine Nachfolger doch für ihn in der Welt stehen und ihn vertreten können.

Wäre deine Gemeinde morgen nicht mehr da, würde man es merken? Mit dieser Frage schloss Graham Tomlin seinen Vortrag an den Studientagen in Fribourg. Er und die anderen Referenten entwarfen ein höchst facettenreiches, von Hoffnung erhelltes Bild von Kirche im 21. Jahrhundert, ohne auszublenden, was das Christsein Europäern in diesen Zeiten abfordert.

Wie leben Menschen mit Gott, dem Ewigen, der sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart? Ein Studientag in Rüschlikon mit Wolfgang und Ulrike Bittner führte von persönlichen Erfahrungen zur Bibel und über die Kirchengeschichte zurück zum gemeinsamen Glauben. Was die Theologen der Alten Kirche meditierend und streitend in Worte zu fassen suchten, ist und bleibt Geheimnis.

Den reformierten Kirchen wächst von Jesus Christus Zukunft zu durch Hören auf sein Reden und geistgewirkte Erneuerung. Umkehr tut Not. Reformierte in der Romandie empfinden dies besonders stark angesichts der Entwicklung ihrer Kirchen. Am 14. April hat das «Rassemblement pour un renouveau réformé» R3 sein Manifest vorgestellt und die erste Mitgliederversammlung abgehalten.

Im Zürcher Oberland soll am Bettag 2018 im Rahmen des Reformationsjubiläums ein Kirchentag stattfinden. Am 16. März fand in Hinwil ein Impulsmorgen für Vertreter aller Gemeinden der Region statt. Der Kirchenhistoriker Peter Opitz stellte Zwingli als Verkündiger und Reformator der Gemeinschaft vor, der Zürich den Weg in die Moderne wies.

Was wir anstreben, Gedeihen und Glück, erwächst aus Wahrheit. Sie zu ergründen, ihr auf der Spur zu bleiben, gehört zu den edelsten Ambitionen des Menschen. Wie lässt sich heute Wahrheit denken als Begriff, der nicht bloss überprüfbare Aussagen meint? An einem Workshop an der Uni Zürich skizzierte der nordamerikanische Religionsphilosoph Lambert Zuidervaart einen umfassenden, lebensdienlichen Wahrheitsbegriff.

Wie haben die Reformierten seit ihren Anfängen Gottesdienst gefeiert? Wo stehen sie heute? Die Geschichte reformierter Liturgie in der Deutschschweiz durchleuchtete der Theologe Luca Baschera an einem Vortrag in Bern. Er rief zur Reform auf -– damit Gott in der Versammlung von Menschen Raum gegeben werde.

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