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Den Schutz des Sonntags beibehalten

Die Sonntagsarbeit soll nicht ausgedehnt werden; die Schutzbestimmungen sind beizubehalten. Dies hat die «Sonntagsallianz» in einem Brief an die zuständige WAK-Kommission des Ständerats gefordert.

Die Allianz von Kirchen, Gewerkschaften, Frauenorganisationen, Parteien und der schweizerischen Fachgesellschaft für Arbeitsmedizin protestiert im Schreiben dagegen, dass sie nicht zur Anhörung der Kommission am 21. Januar eingeladen wurde. Sie hatte ausdrücklich darum gebeten.

Die Sonntagsallianz kritisiert im Brief die zweite Fassung eines Gesetzesentwurfs, mit dem mehr Sonntagsarbeit erlaubt werden soll. Sie fordert, «dass die Sonntagsruhe für die Gesamtgesellschaft eine Realität bleiben muss». Sonntagsarbeit dürfe «nur in begründeten Fällen und in bestimmten Branchen für notwendige Tätigkeiten bewilligt werden», für welche sie unumgänglich sei.

In dem Brief, der von SEK-Vizepräsident Daniel Reuter mitunterzeichnet ist, hält die Sonntagsallianz fest, der Sonntag sei für viele Menschen die einzige Möglichkeit, gemeinsam Zeit zu verbringen. «Damit die Wege der Menschen sich kreuzen können, damit Treffen ermöglicht werden, braucht es eine gemeinsame freie Zeit. Eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit würde eine Zerstückelung der Gesellschaft hervorrufen.»

Die vorgeschlagene Flexibilisierung der Arbeitszeit für bestimmte Gruppen dürfe nicht zu einem Abbau der Sonntagsruhe führen, heisst es in dem Brief. Besonders die Familien bräuchten einen gemeinsamen freien Tag pro Woche. Die Beschränkung der Sonntagsarbeit auf Einsätze «ausserhalb des Betriebs» garantiere keineswegs, dass die Arbeit zu Hause ausgeführt werden könne.

Website der Sonntagsallianz