Die Winterthurer Reformierten fusionieren nicht

Die Kirchgemeinden des reformierten Stadtverbands Winterthur haben am 27. September gegen eine Fusion votiert. In der Agglomeration Zürich kommt es hingegen zu zwei Zusammenschlüssen.

In der Grundsatz-Abstimmung sprachen sich fünf der sechs Winterthurer Kirchgemeinden für die Stärkung des bestehenden Stadtverbands aus. Allein die Stimmberechtigten der Kirchgemeinde Winterthur-Stadt befürworteten die Vereinigung.

Die Stichfrage ergab eine Mehrheit von 55 Prozent für die Aufwertung des Stadtverbands. Am deutlichsten votierte Winterthur-Seen dafür, aber auch Oberwinterthur, Mattenbach, Veltheim, Wülflingen und Töss gaben dieser Variante den Vorzug vor dem Zusammenschluss.

Im Knonauer Amt entsteht eine Regionalgemeinde. Die neun Kirchgemeinden Aeugst am Albis, Affoltern am Albis, Bonstetten, Hausen am Albis, Hedingen, Maschwanden, Ottenbach und Rifferswil billigten den Zusammenschlussvertrag mit deutlichen Ja-Mehrheiten (insgesamt 4186 Ja gegen 1670 Nein).

Im Rahmen des landeskirchlichen Reformprozesses KirchGemeindePlus hatten im Juni 2017 zehn der dreizehn Kirchgemeinden des Bezirks Affoltern beschlossen, Verhandlungen für einen Zusammenschluss aufzunehmen. Im Juli 2020 zog sich die Kirchgemeinde Kappel am Albis zurück.

Gemäss der Vorlage für die Urnenabstimmung hat der Zusammenschluss fünf Ziele: die Angebotsvielfalt zu vernetzen und allen zugänglich zu machen, die Aufgaben im Pfarramt besser zu verteilen und seine Präsenz zu stärken, die Kirchenpflegen administrativ zu entlasten, die Verwaltung zu professionalisieren und neue Gruppen in der Gesellschaft anzusprechen.

Die drei zwischen Zürich und Winterthur gelegenen Kirchgemeinden Bassersdorf-Nürensdorf, Lindau und Brütten schliessen sich ebenfalls auf Neujahr 2022 zusammen. Für die neue Kirchgemeinde Breite votierten 90 Prozent der Stimmenden.