Gottesdienst mit Jubiläumsliturgie in Aarau

Die Gemeinde in der Stadtkirche Aarau hat am 15. Januar einen Abendmahlsgottesdienst mit der Jubiläumsliturgie gefeiert, die die Aargauer Kirche den Schweizer Reformierten geschenkt hat.

Der Gottesdienst bildete den Auftakt zum Reformationsjubiläum im Aargau. SEK-Ratspräsident Gottfried Locher, der mit Sabine Brändlin den Text der Liturgie verfasst hat, hielt eine kurze Predigt.

Die Liturgie, in Aarau in der klassischen Vertonung mit Kirchenchor gefeiert, lässt dem Eingangswort ein Eingangsgebet mit Schuldbekenntnis der Gemeinde und Kyrie sowie den Zuspruch der Vergebung mit Gloria folgen. Nach der Schriftlesung antwortet die Gemeinde mit Psalm 100 und singt ein Halleluja.

Auf die Predigt und das Zwischenspiel folgen das gesungene Credo, von der Gemeinde mit der Bitte um Erhörung aufgenommene Fürbitten und das Abendmahl. Im Sanctus führt der Chor den Lobpreis der Gemeinde weiter. Die Einsetzungsworte, umrahmt von der Bitte um den Heiligen Geist, das Unser Vater, der Friedensgruss und das Agnus Dei gehen der Austeilung von Brot und Wein (mit Johannes 6,51) voran.

In Aarau singt die Gemeinde neben liturgischen Stücken drei Lieder aus dem reformierten Gesangbuch. Der Gottesdienst endet mit Mitteilungen und Segen. Den Ein- und den Ausgang bilden feierliche Orgelwerke von Buxtehude und Bach.

Die Liturgie wurde an der Abgeordnetenversammlung des SEK im November 2016 vom Aargauer Kirchenratspräsidenten Christoph Weber-Berg den Mitgliedkirchen übergeben. Wie Sabine Brändlin im Informationsdienst der Aargauer Kirche schreibt, geht sie vom klassischen Formular der Messe aus. Damit stehe sie in einem «grossen ökumenischen Horizont». Die reformierte Kirche solle zum Jubiläum «im Gottesdienst feiern, was sie mit anderen Konfessionen verbindet, und nicht, was sie trennt».

Gemeinden können wählen zwischen der klassischen Vertonung (Thomas Leininger), der Pop-Gospel-Variante (Andreas Hausammann und Dieter Wagner) und Volksmusik (für Jodelchor, Komponisten: Stephan Haldemann und Peter Künzi). Zu den drei Vertonungen hinzu hat Andrew Bond das Weihnachtsspiel «De Himmel chunnt uf d Erde» geschaffen. Das Liturgieheft und die vier Partituren sind im TVZ erschienen.

Das Schweizer Fernsehen SRF überträgt dementsprechend im Laufe des Jahres vier Gottesdienste: am 22. Januar aus St. Gallen den Pop-Gottesdienst, an Ostern, 16. April, aus Zofingen den Chor-Gottesdienst, am 10. September aus Zofingen den Jodel-Gottesdienst und an Heiligabend aus Aarau das Weihnachtsspiel.

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