Mehr Austritte

2018 sind mehr Reformierte aus den Landeskirchen im Mittelland ausgetreten als im Vorjahr. Das Reformationsjubiläum hat den Trend nicht gestoppt.

Im Kanton Thurgau sank die Zahl der Kirchenmitglieder durch die demografische Entwicklung und 1‘188 Austritte (Vorjahr 1‘094) auf 93‘628. Somit trat eine von 79 Personen aus.

Die Zürcher Landeskirche verzeichnete 4‘949 Austritte (Vorjahr 4‘460). Eine von 71 Personen gab die Mitgliedschaft auf. Die zweitgrösste reformierte Kirche der Schweiz hatte noch etwa 425‘000 Mitglieder.

Mehr Austritte als je zuvor verzeichnete die Aargauer Kirche. Aus den 75 Kirchgemeinden traten 3‘288 Personen aus, das sind 1,97 Prozent der Mitglieder – eine von 51 Personen. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr betrug 18,9 Prozent. (Die römisch-katholische Kirche verzeichnete einen Anstieg um ein Drittel.)

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn verloren 2018 in den drei Kantonen 5‘159 Mitglieder (Vorjahr 4‘869) durch Austritt, das sind 0,88 Prozent – eine von 113 Personen. Im Kanton Bern sank der Anteil der Reformierten auf 52 Prozent.

Die Eintritte stiegen 2018 leicht an. Sie erreichten in der Thurgauer Kirche 13,3 Prozent der Austritte, in Zürich 9,2 Prozent, im Aargau knapp 9,8 Prozent, in den Kirchen Bern-Jura-Solothurn 7,1 Prozent.

Die vier Landeskirchen verzeichnen einen weiteren Rückgang der kirchlichen Handlungen. Ausnahmen sind – soweit dies bekannt ist – mehr Taufen im Aargau (1008 gegenüber 984 im Jahr 2017) und Konfirmationen im Thurgau (781 nach 772).
 

Quelle: Informationsdienste der Landeskirchen