Studie über Gerichtserwartung des Paulus ausgezeichnet

Christian Stettler ist für seine Zürcher Habilitationsschrift «Das Endgericht bei Paulus» mit dem diesjährigen Johann-Tobias-Beck-Preis ausgezeichnet worden.

Die Studie nimmt die unter Auslegern gängige Annahme unter die Lupe, der Apostel Paulus habe keine stimmige Lehre vom Endgericht vertreten.

Stettlers Analyse von Schlüsseltexten ergibt, dass Paulus nicht von unterschiedlichen oder gar widersprüchlichen »Gerichtskonzeptionen«, sondern von einer in sich konsistenten Gerichtserwartung ausging. Mit Hilfe der neueren kognitiven Semantik lässt sich die Konzeption von Endgericht rekonstruieren.

Stettler vergleicht sie mit anderen jüdischen und urchristlichen Konzeptionen und geht kritisch auf Ergebnisse der konfessionellen Paulusexegese und der »New Perspective on Paul« ein.

Die über 400-seitige Habilitationsschrift ist 2017 im Verlag Mohr Siebeck in Tübingen erschienen.

Dr. Christian Stettler, Pfarrer in Flaach ZH, ist Privatdozent für Neues Testament an der Uni Zürich und Titularprofessor an der STH Basel.

Quelle: mohrsiebeck.com