Verschärfter Pfarrmangel absehbar

In den Jahren 2026-2031 kommen in der Deutschschweiz über 580 Pfarrer und Pfarrerinnen ins Pensionsalter.

Laut der Fachstelle Nachwuchsförderung Theologie des Konkordats der Landeskirchen wird die Anzahl der neu Ordinierten deutlich darunter liegen. Bereits 2020 waren in der Deutschschweiz 70 Pfarrämter unbesetzt. 49 Pensionierte arbeiteten weiter. 2030 werden allein in der Zürcher Landeskirche 35 Pfarrerinnen und Pfarrer das Pensionsalter erreichen.

Das Studium in Evangelischer Theologie an den Universitäten Basel, Bern und Zürich verzeichnet seit 2015 leicht höhere Studierendenzahlen. Dazu beigetragen haben der Quereinstieg in den Pfarrberuf (Quest) und das Intensivstudium Theologie für Akademikerinnen und Akademiker an der Fakultät Bern. Die Pensionierungen lassen sich aber nicht ausgleichen, was laut Sara Stöcklin von der Fachstelle weitere Nachwuchsförderung dringlich macht.

Der Blick auf die Zahlen 2020 zeigt, dass sich die Trends der letzten Jahre fortsetzen: Pfarrerinnen und Pfarrer arbeiten häufiger Teilzeit, sind vermehrt über das Pensionsalter hinaus tätig und der Frauenanteil nimmt zu (2020 bei den Ordinierten 42 Prozent, bei den Studierenden über 50 Prozent).

Grafiken: Entwicklung der Pfarrämter, Perspektiven fürs nächste Jahrzehnt