«Wir verstehen es nicht, als Familie zu leben»

Kirche lebt, indem sie den Glauben weitergibt. An der Herbsttagung der Stiftung Schleife ging es um das Warten auf Gott, der sein Reich vollenden, seine Verheissungen ganz erfüllen und die Stellung seiner in Christus adoptierten Söhne und Töchter offenbaren wird. Die Generationen sind bestimmt, einander zu stärken und zu segnen.

Der Leitertag der Konferenz «Generation Gathering» der Stiftung Schleife, die vom 27.-29. Oktober in der Eulachhalle Winterthur stattfand, vermittelte eine Ahnung von Kirche als Familie.

Schleife-Leiter Andreas Keller betonte: «Unsere Generationen sind eine Idee des Himmels.» Gott gehe es um Familie. Familie heisst: «Alle tragen wir das image (Bild). Wenn einer fehlt, ist die Familie nicht komplett.» Christen sollten realisieren, dass Gott sie zuerst als Familie sieht, sagte Keller. Dies wird sich am Ende offenbaren: «Weltweit werden wir eine Familie sein, die sich zusammenfindet und zu einer Braut wird.»

Der Hauptreferent, der Kanada-Ägypter David Demian, ehrte Geri und Lilo Keller und Christoph und Utta Häselbarth als geistliche Väter und Mütter ihrer Völker. In seiner ersten Predigt umkreiste er das Wort in Hebräer 11,39f: dass die Menschen des Alten Testaments in ihrem Glauben «die Verheissung nicht erlangt haben … sie sollten nicht ohne uns ans Ziel gebracht werden» (ZÜ).

Dies habe mit Gottes Zeitplan und seinem Willen für die Generationen zu tun, erläuterte Demian, der sich der Fülle der Zeiten nahe wähnt: «Jede weitere Generation wird eine weitere Ebene zur Erfüllung der Verheissung erlangen.»

Der Gast verglich das Werden des Reiches Gottes mit einem Staffellauf: «Wenn die letzte Generation über den Zielstrich läuft, ist das die Erfüllung des Laufs aller Generationen.» Leider führten sich Kirchen wie Organisationen auf. «In der christlichen Welt verstehen wir es nicht, als Familie zu leben.»

Nicht organisatorische Stabilität, sondern die Verbindung der Herzen werde den Ausschlag geben. «Wenn Herzen wiederhergestellt werden, werden nicht nur Beziehungen heil, sondern dann reagiert die Natur!» Gott errettet Menschen, «nicht damit wir Jünger würden, sondern damit wir Söhne und Töchter würden», bemerkte Demian.

Ausführlicher Bericht auf der EKVZ-Webseite