Berichte

Die Globalisierung, aber auch die Gleichgültigkeit in der Gesellschaft fordert die Kirchen der Schweiz heraus. Digitale Umbrüche lassen neue Kommunikations- und Gemeinschaftsformen entstehen. Wie geht die Kirche mit jenen um, die sie virtuell erleben wollen? Am Studientag des Instituts für Gemeinde und Weltmission IGW überwogen die Fragen die Antworten.

Das Jubiläum 500 Jahre Reformation in der Deutschschweiz hat am Abend des 5. Januar mit einem Festakt beim Grossmünster begonnen. Mit dem Wortpaar Freiheit und Verantwortung schlugen Bundesrat Johann Schneider-Ammann und SEK-Ratspräsident Gottfried Locher in ihren Ansprachen den Bogen vom 16. zum 21. Jahrhundert.

Das Geschichtenmobil, das auf dem Europäischen Stationenweg unterwegs ist, macht diese Woche Halt in Bern und Zürich. Auf dem Berner Münsterplatz zeigt der Reformationstruck Kurzfilme. Die Beiträge der bisher besuchten Reformationsstädte sind ein amüsantes reformatorisches Bildungserlebnis.

Die Vorbereitungen fürs Reformationsjubiläum beschäftigten die Kantonalkirchen in der Schweiz. Der Kirchenbund befragte ihre Leitungen zu seiner neuen Verfassung. Während sich in hunderten Kirchen Menschen für Asylbewerber und Migranten einsetzen, liefen öffentliche Debatten zur Erschütterung und Gefährdung Europas weitgehend ohne prägnante Einwürfe von Reformierten ab.

Der Arbeitskreis des Landeskirchen-Forums hat Richard Stern, Pfarrer in Ittigen BE, zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Er tritt Anfang 2017 an die Stelle von Alfred Aeppli. Vizepräsident Viktor Juzi würdigte Aepplis Wirken für die Vernetzung und Gemeindeentwicklung in reformierten Kirchen.

In der Schweiz werden 2017 500 Jahre Reformation begangen. Und es wird des 1417 geborenen Heiligen Niklaus von Flüe gedacht. Hier sind ein Dutzend Bücher aus den beiden Ursprungsländern der Reformation aufgeführt. Sie thematisieren ihre Hintergründe, Anstösse und Wirkungen und stellen Männer und Frauen im grossen Umbruch zur Neuzeit vor.

Der Kirchenbund hat die Abgeordneten an der Herbstversammlung in Bern auf das Jubiläumsjahr «500 Jahre Reformation» eingestimmt. Die Anlässe auf nationaler Ebene haben eine breite Trägerschaft. Die Aargauer Kirche schenkt den Schwesterkirchen eine Abendmahlsliturgie mit drei Vertonungen.

Wie relevant sind die Einsichten der Reformation und der Glaube, der in ihr Flügel bekam, für heute, für Staat und Wirtschaft? Diese Frage griff ein prominent besetztes Podium des Kirchenbundes auf. Mit ernüchterndem Ergebnis.

Die kulturellen Wirkungen der Reformation sind 500 Jahre später in Europa allgegenwärtig. Dies machte Bundesrat Alain Berset zum Beginn des Jubiläumsjahres am 3. November in Genf deutlich. Gottfried Locher vom Kirchenbund und der EKD-Ratspräsident Heinrich Bedford-Strohm eröffneten den Reformationstruck. Der Lastwagen wird 67 Städte in Europa anfahren.

Was bewirkt das Reformationsjubiläum? In Deutschland lassen es Verlage und die Evangelische Kirche nicht fehlen an Büchern, Medien und Events. Die revidierte Lutherbibel ist zur Frankfurter Buchmesse erschienen. Ob damit das frische Wasser des Evangeliums neu sprudelt? – Ein Überblick über neue Bücher zur Reformation.

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